Ja, was machen wir hier eigentlich? Zunächst einmal müssen wir hier auf unseren Professor warten, der mit uns alles besprechen will und uns dann sozusagen den Masterplan vorstellen möchte!
Also bleiben uns drei Tage um an dem Projekt vom Alex mitzuarbeiten, ein Doktorand der Uni Potsdam der für ein Jahr in Panama weilt um ordentlich zu forschen.
Zunächst begleiten wir Anna in ihren Plot, das ist der, den letztes Jahr die Luise und Silja abgesteckt haben um ihren Bestandsniederschlag zu messen und nehmen dort die Anzahl und Stammdurchmesser der sich darin befindlichen Bäume auf.
Der Plot befindet sich im sogenannten „Lutz-Catchment“. Die Insel ist durchzogen mit Wegen mit zugeordneten Namen und besitzt eine eigene Karte.

Überall läuft man an Markern, Fähnchen und anderen sonderlichen Apparaturen vorbei, am besten man bleibt immer schön auf dem Weg, um nicht aus Versehen jahrelange Forschungsarbeit zu vernichten.
Das Klima unter dem dichten Blätterdach ist sehr drückend und heiß und fälschlicherweise dürft ihr nicht denken die Insel wäre eben, im Gegenteil, sie ist sehr bergig und durchzogen von Fluss- und Bachläufen. Demnach waren wir bei unserer ersten Wanderung schon nach einigen Minuten komplett durchgeschwitzt.
In den nächsten Tagen hatten wir dann eine kleine Bastelstunde, d.h. Splash-Boards bauen für die Erosionsmessung in Alex´s Plot und das ganze so optimieren, dass Fließbandarbeit möglich ist,
damit das ganze flott vonstatten geht. Also, äußerst wissenschaftliche Arbeit.
(GUTES
ESSEN!!!)
Am folgenden Dienstag hat dann unser Prof die Insel erreicht, er nächtigt hier nicht, sondern fährt mit dem späten Boot wieder nach Gamboa zurück, wo er wohnt.
Zunächst hat er sich gedacht uns doch mal die Insel und einige Bodenprofile, an denen wir dann arbeiten werden, zu zeigen. Wir uns also feldfertig (wer hier in den Wald geht ist im „field“) gemacht, mit langen Klamotten und Gummistiefeln, Hose in die Socken gesteckt, am besten noch ne Mütze aufn Kopf- das ganze Prozedere erinnert einen an Astronauten, die in ihren Raumanzügen los stapfen… Der einzige der sich nicht um all die Tierchen kümmert, die im Wald ein Stückchen von einem ab haben wollen, ist unser Prof der in Sommer-Shirt, Turnschuhen und (sehr!) kurzer Hose unterwegs ist .
Ihr müsst wissen, dass hier hohe Schuhe unbedingt notwendig sind, in der Laubstreu befinden sich nämlich die sogenannten „chiggers“, das ist eine Milben-Art, die sich in die Haut frisst und
ecklige, juckende Pusteln hinterlässt. Lottis Füße haben schon sehr gelitten. Er aber sagt selbst, dass er ein Abkommen mit ihnen hat und deshalb, nix langes braucht! Mhmmm.. wir wollen auch!
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